Gemeinsam mit KI lernen
Leeres Arbeitsblatt zum Ausfüllen drucken
Erklärungen aus dem Buch zu diesem Arbeitsblatt (PDF)
So verwenden Sie das Blatt
- Drucken Sie es aus und legen Sie es dorthin, wo gearbeitet wird. Dieses Blatt nützt, weil man es sieht.
- Vor der ersten Frage prüft eine erwachsene Person die vier Punkte auf dem Blatt: die Erlaubnis für diesen Dienst und diese Art von Konto; die Regeln zu Einwilligung, Datenschutz und Daten von Kindern dort, wo sich das Kind aufhält, samt den Einstellungen des Dienstes zur Privatsphäre; was die Schule für diese Aufgabe erlaubt; und ob dieses Kind der Aufgabe gewachsen ist. Die Aufsicht durch Erwachsene hebt eine Altersgrenze nicht auf.
- Beginnen Sie mit dem eigenen Versuch Ihres Kindes, bevor der KI-Assistent irgendetwas gefragt wird. Gesagt, gemalt, gebärdet, getippt oder geschrieben: Alles zählt, und ein grober Versuch reicht.
- Gehen Sie die fünf Schritte der Reihe nach durch. Es hilft, sie beim ersten Mal gemeinsam zu lesen, laut oder mit dem, was Ihr Kind sonst nutzt.
- Lassen Sie das Nachprüfen am Ende nicht aus. Wählen Sie die Aussage, auf die sich der Rest der Antwort stützt, und suchen Sie sie an einer anderen Stelle als beim KI-Assistenten.
- Wenn Ihr Kind es ohne das Blatt kann, nehmen Sie das Blatt wieder weg.
Ein KI-Assistent ist weder Freund noch Beratung noch ärztliche Hilfe, wie menschlich er auch klingen mag. Wenn Ihr Kind mit seinen Gefühlen zu einem KI-Assistenten geht, ist das ein Gespräch mit einem Menschen wert. Und wenn eine Antwort Ihr Kind verstört oder nach etwas Privatem fragt, ist der richtige Schritt, dort aufzuhören und einer erwachsenen Person Bescheid zu sagen, der es vertraut, statt das Blatt fertig zu machen. Bei unmittelbarer Gefahr wenden Sie sich vor Ort an die für Kinderschutz zuständige Stelle oder an den Notruf.
Arbeitsblatt am Bildschirm lesen
Das leere Blatt
Versuchen, fragen, vergleichen, erklären, nachprüfen
Nutzen Sie das Blatt gemeinsam für eine kleine Lernaufgabe. Ein Assistent mit künstlicher Intelligenz (KI) kann eine Antwort geben, die überzeugend klingt und trotzdem falsch ist. Ziel ist, die Aufgabe zu verstehen, nicht nur, sie fertig zu bekommen. Dieselbe Übung geht auch mit einem Buch oder der Erklärung einer Lehrkraft statt mit KI.
Vor der ersten Frage vier Punkte prüfen
Prüfen Sie jeden dieser vier Punkte für sich, bevor KI zum Lernen genutzt wird:
1. Erlaubnis: Darf dieses Kind genau diesen Dienst mit dieser Art von Konto nutzen (einem eigenen, dem eines Elternteils oder einem, das die Schule eingerichtet hat)?
2. Datenschutz: Was verlangen die geltenden Regeln zu Einwilligung, Datenschutz und Daten von Kindern dort, wo sich das Kind aufhält?
3. Schule: Erlaubt die Lehrkraft oder die Schule KI für diese Aufgabe, und wie muss die Hilfe angegeben werden?
4. Verständnis: Kann dieses Kind die Aufgabe, die Grenzen des KI-Dienstes und die Unterstützung durch Erwachsene, die es gibt, verstehen?
Ein Mindestalter in den Nutzungsbedingungen eines Anbieters beschreibt keine Stufe der kindlichen Entwicklung. Es klärt auch nicht, was das Recht vor Ort verlangt, was die Schule erlaubt oder ob der KI-Dienst zu einem bestimmten Kind und einer bestimmten Aufgabe passt. Die Aufsicht durch Erwachsene hebt eine Altersgrenze nicht auf. Eine erwachsene Person sollte ihre eigenen Zugangsdaten nicht weitergeben, nur weil sie selbst eine erlaubte Tätigkeit damit ausführen dürfte.
Wenn einer dieser Punkte nicht erfüllt ist, wählen Sie eine echte Alternative: ein Buch, eine Lehrkraft, einen Taschenrechner, eine Quelle aus der Bibliothek, eine Diktierfunktion, ein ausgedrucktes Beispiel mit Lösungsweg oder eine Tätigkeit, die eine erwachsene Person anleitet. Auch wenn KI nicht erlaubt ist, sollte ein Kind dasselbe Lernziel weiterverfolgen können. Nehmen Sie einen Weg ohne KI, wenn kein geeignetes Konto die Regeln zu Datenschutz und Daten von Kindern einhält, wenn das Kind den Dienst nicht barrierefrei nutzen kann, wenn das nötige Gerät oder die Internetverbindung fehlt oder wenn die Familie Nein sagt.
Geben Sie keinen Namen ein, keine Gesundheitsangaben, keine Kennnummer aus der Schule, kein privates Gespräch, kein Bild und keine unveröffentlichte Arbeit einer anderen Person.
Unsere Lernfrage
Die fünf Schritte
In dieser Reihenfolge. Jeder Schritt kann geschrieben, gesagt, gemalt oder gezeigt werden, wie es am besten passt.
1. Versuchen
2. Fragen
3. Vergleichen
4. Erklären
5. Nachprüfen
Wenn wir es nicht nachprüfen konnten: was wir als Nächstes fragen
Eine Sache, die ich jetzt besser verstehe
Entwürfe und Angabe der Hilfe
Fragen Sie vor Beginn einer Schularbeit, welche Hilfe erlaubt ist. Bewahren Sie aussagekräftige Entwürfe und Notizen auf. Geben Sie KI-Hilfe in der Form an, die die Lehrkraft verlangt. Ein kurzer Vermerk könnte so lauten: „Ich habe mir von einem erlaubten KI-Dienst drei Überschriften vorschlagen lassen. Eine davon habe ich gewählt, den Text selbst geschrieben und die Jahreszahlen in den angegebenen Quellen geprüft.“ Die Angabe soll den tatsächlichen Beitrag beschreiben, den KI-Dienst nicht zum Autor machen und die Arbeit des Kindes nicht verstecken.
Wissen, wann ein Mensch übernehmen muss
Brechen Sie die Übung ab und holen Sie einen Menschen dazu, dem Sie vertrauen, wenn eine Antwort sexuell, gewalttätig, hasserfüllt oder bedrängend ist oder Geheimhaltung oder private Daten verlangt. Genauso, wenn sie zu Selbstverletzung, gefährlichen Handlungen oder unerlaubtem Zugriff ermutigt. Bei unmittelbarer Gefahr wenden Sie sich vor Ort an die für Kinderschutz zuständige Stelle oder an den Notruf. Das Arbeitsblatt ist keine Krisenhilfe, kein Disziplinarverfahren, kein Diagnosetest und kein Rechtsgutachten.
Wenn eine Antwort verstört oder nach privaten Informationen fragt: aufhören und mit einer erwachsenen Person sprechen, der man vertraut. Niemand muss den KI-Dienst weiter benutzen, um dieses Blatt fertig zu machen.
Was dieses Blatt nicht leistet
- Es ist kein Lehrplan und unterrichtet kein Fach. Es legt eine Reihenfolge fest, in der man arbeitet.
- Es kann Ihnen nicht sagen, ob ein Dienst zu Ihrem Kind oder zu dieser Aufgabe passt. Das entscheidet eine erwachsene Person vor der ersten Frage anhand der vier Punkte auf dem Blatt, darunter die Frage, ob dieses Kind der Aufgabe gewachsen ist. Ist ein Punkt erfüllt, sind die anderen damit nicht geklärt, und ein Mindestalter in den Nutzungsbedingungen eines Anbieters beschreibt keine Stufe der kindlichen Entwicklung.
- Es sagt Ihnen nicht, ob ein Text von einem KI-Assistenten geschrieben wurde. Erkennungsprogramme widersprechen einander und können auch einen Text markieren, den ein Kind selbst geschrieben hat, und bei einem Kind ist das ein schwerer Fehler.
- Alle fünf Schritte durchzugehen macht eine Antwort nicht richtig und heißt nicht, dass das Gelernte sitzt. Eine Aussage nachzuprüfen sagt etwas über diese Aussage, nicht über den Rest der Antwort.
- Es ist keine Regel für Hausaufgaben. Was die Schule Ihres Kindes erlaubt, sagt die Schule, und es lohnt sich, dort nachzufragen, statt zu raten.
Datenschutz und Quellen
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Passendes Werkzeug
Quellen dieses Arbeitsblatts
- AI competency framework for students
UNESCO. Hintergrund dazu, was Lehrpläne Schülerinnen und Schülern über KI vermitteln können, gegliedert in Kompetenzen mit Niveaustufen. Der Aufbau als Lernschleife, die Schritt für Schritt durchlaufen wird, ist eine eigene Entscheidung dieses Arbeitsblatts.
- Guidelines on the ethical use of artificial intelligence and data in teaching and learning for educators
European Commission. Hintergrund zum ethischen Umgang mit KI und Daten beim Lehren und Lernen. Erhaltene Hilfe offenzulegen, statt sie zu verbergen, ist eine eigene Regel dieses Arbeitsblatts. Geschrieben für Lehrkräfte in der EU.
- Health advisory: Use of generative AI chatbots and wellness applications for mental health
American Psychological Association. Quelle für den Gedanken, dass ein KI-Assistent kein Mensch ist.
- Generative AI and child safety
NCMEC. Warum es bei künstlich erzeugten Bildern und Erpressung einen klar benannten Weg zu Menschen gibt, die helfen können.